Allgemeines zur Almwirtschaft in Salzburg

Filzmoos Rinderfeld Hollersbach Lachalm

Das Bundesland Salzburg liegt almwirtschaftlich im Übergangsbereich zwischen den Wirtschaftsformen Tirols und Vorarlbergs einerseits und den Bewirtschaftungsformen Ostösterreichs, wie etwa der Steiermark und Oberösterreich.

Aus der Agrarstrukturerhebung ist ersichtlich, dass das Bundesland Salzburg mit ¼ % einen sehr hohen Almflächenanteil aufweist. Durchschnittlich werden jährlich 9.200 Kühe auf den Almen gemolken, das sind 15% des gesamten Kuhbestandes. Die Jungviehsömmerung umfasst 58.400 Stück. Dies entspricht zwei Drittel des gesamten Jungviehbestandes im Bundesland. 37% des Pferdebestandes sowie 77% des Schaf und Ziegenbestandes (25.000 Stück) werden alljährlich gesömmert. Die bedeutendste almwirtschaftliche Region ist der Pinzgau. Allein dort werden 6.100 Kühe auf den Almen gemolken. Dies entspricht 47% des Kuhbestandes in dieser Region.

An Wirtschaftsformen ist eine breite Streuung von Einzelalmen, Servitutsalmen und Gemeinschaftsalmen vorhanden. Von den 1.830 bewirtschafteten Almen im Bundesland Salzburg sind 80% Almen in Privateigentum (Einzelalmen) und 20% Almen sind Gemeinschaftsalmen und Servitutsalmen. Bei den Gemeinschaftsalmen besorgen die anteilsberechtigten Güter die Viehbetreuung während des Sommers hauptsächlich selbst. Ei ne gemeinschaftliche Bewirtschaftung mit z.B. einem einzigen Stallgebäude ist eher die Ausnahme.

Die meisten Almen werden in gemischter Tierhaltung (Milchkühe und Jungrinder) bewirtschaftet. Reine Jungviehalmen werden hauptsächlich vom Heimhof aus durch zweimaliges Nachschauen pro Woche beaufsichtigt. Auf den anderen Almen ist Almpersonal anzutreffen. Die almwirtschaftlichen Tätigkeiten werden großteils von Familienmitgliedern beziehungsweise von den Austragbauern durchgeführt. Familienfremdes Almpersonal ist eher die Ausnahme. Grundlage für eine gut funktionierende vollbewirtschaftete  Alm ist die Erschließung mit einem Almweg und mit zeitgemäß ausgestatteten Almgebäuden. Gute Erreichbarkeit und gute Wohnqualität auf der Alm sind die Grundlagen für das Almpersonal und damit die Basis für die Aufrechterhaltung der almwirtschaftlichen Nutzflächen.

Kleinarl Tappenkarsee Maurachalm Großarl

 

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